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TCM hilft gegen Depressionen

In der Schweiz leiden rund 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung mindestens einmal in ihrem Leben an einer Depression. Noch weiter verbreitet ist eine abgemilderte Variante dieses Volksleidens: Fast jedem fünften Schweizer schlägt das trübe Wetter im Herbst aufs Gemüt. Saisonabhängige Depression (SAD) bedeutet schlechte Laune, Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Lustlosigkeit. Die Traditionelle Chinesische Medizin versucht seelische Störungen mit Akupunktur, Kräutermedizin, Ernährung und Bewegung in den Griff zu bekommen.

Laut der chinesischen Medizin ist die Leber zuständig für das Fliessen der körperlichen Energie. Sorgen über einen längeren Zeitraum, Gedankenkreisen um eine bestimmte Angelegenheit und ausgedehnte, innerliche Wut stören die Leberfunktion und lassen die Energie nicht fliessen. Dadurch wird Leber-Stau und Qi-Stau hervorgerufen, was die ursprüngliche Ursache der Depression ist. Unter Qi versteht die TCM die universelle Lebensenergie. Des weitern entsteht auch Blutstau, weil Qi das Blut antreibt.

Wir empfehlen bei der Depression auf eine nährstoffreiche Ernährung und leichte Kost zu achten. Empfehlenswert sind eiweissreiche, Vitamin-B reiche Lebensmittel wie Milch, Eier, mageres Fleisch, Sojaprodukte, Obst, Gemüse, Fisch, Knoblauch, Kürbis, Haferflocken, Buchweizen und Muscheln. Zu vermeiden sind süsse, fette und scharfe Speisen.

Eine grosse Hilfe kann es sein, durch Leber-Meridian-Bewegung das Leber-Qi zu stärken. Wir empfehlen beispielsweise folgende Übungen: Eine Faust beim Einatmen gerade über den Kopf heben, dabei den Oberkörper nach oben ziehen. Oben die Finger spreizen, auf die Zehen stellen und einen 'Vogel fangen', dabei ausatmen und die Faust wieder nach unten führen. Fünfmal links und zweimal rechts üben, Linkshänder genau umgekehrt. Oder auch: Ausatmen. Beim Einatmen die Arme gerade nach oben heben und ihnen nachschauen, beim Ausatmen in einem Bogen seitlich senken.


Migräne, Kopfschmerzen - Akupunktur kann hilfreich sein

Die Ursachen der Kopfschmerzen:

1. Die neuropsychische Gründe

Wenn der Körper und die Seele von Aussen bösartig attackiert werden, bekommt man oft danach ein trauriges und verzweifeltes Gefühl. Dieses emotional schlimmes Gefühl kann sehr schnell zu Kopfschmerzen führen. Laut einer Umfrage haben 84% an Depression erkrankte Patienten die Symptome von Migräne. Wenn man im alltäglichen Leben oder bei der Arbeit sich unglücklich fühlt, sich verärgert oder sich übermässig Sorgen macht, kann man auch wegen dieser starken Gefühlsschwankung körperliches Unwohlsein bzw. Migräne bekommen.

2. Ernährungsprobleme

Übermässiger Konsum von Kaffe kann sowohl die Anspannung von Blutgefässen als auch die Belastung an Nerven verursachen, somit kann Migräne unter diesen Umständen sehr schnell ausbrechen.
Essen von sehr kaltem Eis kann auch zu Kopfschmerzen führen.
Bei Übermässigem Alkoholkonsum bewirkt Äthanol stark an Blutgefässen, so dass man auch davon Kopfschmerzen bekommen kann.
Experten haben herausgefunden, dass die folgende Nahrungsmittel Kopfschmerzen verursachen können: Schokolade, alkoholisierte Getränke, Rohmilchprodukte, Zitronensaft, Käse und Rotwein.

3. Schlafprobleme

Schlafprobleme sind die häufigsten Ursachen von Migräne. Schlafmangel ist oft ein grosser Grund von Kopfschmerzen.
Zuviel Stress bei der Arbeit kann auch ähnliche Symptome auslösen.

4. Bestimmte Krankheiten

Die Erkrankungen an Augen, Ohren, Nase, Nebenhöhlen, Zähne und Nacken können die Nerven sehr belasten. Diese Nervenreizung strahlt und reflektiert sich auf den gesamten Kopfbereich, so dass man zum Schluss Migräne bekommt.

5. Psychische und physische Ursachen

Bedrückter Zustand durch einen geschwollenen Körperteil kann auch die Ursache für Kopfschmerzen sein.
Muskelschrumpfung ist auch ein anderer Grund für Kopfschmerzen.
Direkte Reizung auf Sinnesnerven am Gesicht kann Kopfschmerzen ebenfalls auch auslösen.
Da die Ursachen der Kopfschmerzen und Migräne sehr unterschiedlich sind, soll der betroffene Patient auf keinen Fall selbst willkürlich sich verarzten, bzw. Medikamenten zu sich nehmen. Nur mit richtiger ärztlicher Anweisung kann man mit der Behandlung ein gutes Resultat erzielen.

Bei der TCM gliedert man die Kopfschmerzen, je nach den betroffenen Stellen, wie folgt zu verschiedenen Meridianen:

1. Die Schmerzen am Hinterkopf und am Nacken gehören zu TaiYan Meridian.

2. Beidseitige Kopfschmerzen gehören zu Shaoyang Meridian.

3. Verkapseltartige Schmerzen am ganzen Kopf gehören zu Taiyin Meridian (oft bei Erkrankung an der Feuchtichkeits-Noxe).

4. Wenn Kopfschmerzen so stark sind, dass die Schmerzen sich bis auf das Gehirn, die Zähne und das Gesicht ausbreiten, und dabei die Fingernägel auch blau werden, dann gehören diese Arten von Kopfschmerzen zu Shaoyin Meridian (oft passiert dies bei zu schwacher Yang-Energie und/oder bei der Ansammlung von innerer Kälte. (Aber dies ist jedoch ein seltener Fall).

5. Wenn die Schmerzen sich auf der Kopfhaut befinden, und von Erbrechen mit klarem Wasser begleitet werden, dann gehört diese Art von Kopfschmerzen zu Jueyin Meridian

Das Prinzip der TCM-Behandlung an Kopfschmerzen und Migräne ist basiert auf der TCM „Bian Zheng Shi Zhi“ – Theorie, d.h. der Diagnose und der Behandlung mit dialektischen Methoden - Diagnose und Behandlung begründet in einer supervisierenden Analyse aller Symptome und Zeichen, einschliesslich der Ursache, Natur und Lokalisation der Erkrankung und des physischen Zustandes des Patienten. Das Ziel ist, die betroffenen Meridianen zu befreien und die Energie sowie das Blut zu regenerieren. Lokales Akupunktieren mit ergänzender Stimulation an fern liegenden Akupunkturpunkten ist die kombinierte Behandlungsmethode.

Kopfschmerzen und Migräne zählen zu den Hauptanwendungen der Akupunktur. Etwa ein Drittel der im Westen mit Akupunktur behandelten Patienten leidet an Migräne oder Kopfschmerzen. Eine Untersuchung an 50 Patienten zeigt, dass 60% der Patienten dauerhaft schmerzfrei werden. 28% der Patienten gaben eine deutliche Besserung an, jedoch keine vollständige Schmerzfreiheit. Bei 12% konnte keine Änderung der Beschwerden festgestellt werden. 60% der Patienten waren nach 6 Monaten rezidivfrei. Ein Vergleich dieser Ergebnisse mit anderen klinischen Untersuchungen bestätigt die ausgezeichneten Therapieerfolge der Akupunkturtherapie bei Migräne und Kopfschmerzen. Die individuelle Auswahl der Akupunkturpunkte, eine klassische Sticktechnik mit manueller Stimulation der Nadeln und die Anzahl der Sitzungen sind für eine langanhaltende Beschwerdefreiheit von erheblicher Bedeutung.


Rücken und Nackenleiden

Unter dem Aspekt der TCM versteht man die Rücken- und Nackenschmerzen als “Abnutzung“ und „Bi-Syndrom“. Sie zählen zu den häufig vorkommenden und wiederkehrenden Krankheiten. Die Abnutzung schwächt die Nierenenergie und die geschwächte Nierenenergie begünstigt die Eindringung von äusseren Angriffen. Der Wind, die Kälte, die Nässe, die Stase und der Schleim sind die äusseren Angriffe. Darunter sind der Wind und die Kälte die zwei übelsten Feinde. Sie sammeln sich an dem Nieren-Meridian und konkurrieren mit der Hauptenergie. Wenn die Hauptenergie diese Angriffe nicht bekämpfen kann, dann entsteht Stase auf dem betroffenen Meridian. Als Folge entsteht die Stagnation im Energie- und Blutfluss, so dass die Energie und das Blut sich nicht mehr frei im Körper bewegen können. In diesem Zustand wird die Abwehrkraft geschwächt und man verliert die Energie zwischen Muskel und Haut. So erkrankt man sich an Wind und Kälte, und wird dadurch auch gelähmt. Die Darstellung dieses Krankheitsbildes ähnelt sehr Gelenkbeschwerden in der modernen westlichen Medizin. Die Entzündung und deren Fortschritt können die Empfindungsnerven nicht nur mit Reizung belasten sondern auch mechanisch, so dass man unter dem Schmerzgefühlt leidet. Das bedeutet genau wie bei der TCM-Theorie „Stase verursacht Schmerzen“.

Die Behandlungsmethoden der TCM bei Rücken- und Nackenschmerzen sind: Akupunktur, Schröpfen, Massage und Moxibustion.

Das Prinzip der Akupunktur

Unter dem Aspekt der TCM versteht man, dass die Meridiane der Fortbewegungsbahnen die Energie(Qi) und das Blut sind. Sie verbinden sich nach innen mit den Organen, nach aussen mit den Gliedern und Gelenken. Gleichzeitig vernetzen sie sich von innen nach aussen und von oben nach unten durch den ganzen Körper. Wenn die äusseren Angriffe/Gifte auf den Meridianen ankommen, kann die Stagnation des Energie- und Blutflusses sowie die Stase auf den Meridianen ausgelöst werden. Als Folge verursacht diese Stase die Schmerzen. Die Akupunktur kann den Wind und die Kälte vertreiben. Gleichzeitig erzeugt sie die Wärme, um Nässe zu bekämpfen. Die Austreibung von angesammelter Hitze kann die Meridianbahnen wieder befreien. Die Akupunkturmethoden der Wiederbelebung von Energie und Blut können das schmerzlindernde Heilungsziel sehr gut erreichen.

Das Prinzip der Tuina-Massage

Tuina ist eine vom Arzt angewandte Massage-Technik, um die Muskelschmerzen zu lindern. Während auftretender Muskelkrämpfe kann der Körper auf einmal zu viel Milchsäure produzieren und dies verursacht diese Muskelschmerzen. Tuina-Massage hilft den lokalen Blutgefässen sich aufzuwärmen bzw. zu erweitern und damit die Durchblutung schnell zu verbessern. Die verbesserte Durchblutung fördert dann einen besseren Stoffwechsel und die Schmerzen können dadurch gelindert werden.

Tuina-Massage ist eine hervorragende Behandlungsmethode für bestimmte Rückenschmerzen, wie z. B. Abnutzung von Rückenmuskulatur, Rückenmuskel Fasciitis, akute Verzerrung der Rückenmuskulatur und weitere Rückenschmerzen, die durch übermässige Ansammlung von Milchsäure durch die Muskelkrämpfe verursacht sind.

Die drei Ursachen von Rücken- und Nackenbeschwerden aus der Sicht der westlichen Medizin

Seit langer Zeit denkt man, dass die Hauptursache von Rücken- und Nackenschmerzen am Bandscheibenvorfall liegt. Nun in Wirklichkeit haben die von dieser Krankheit verursachten Rücken- und Nackenbeschwerden nur einen Anteil von 10% aller Krankheitsfälle mit der Beschwerden von Rücken- und Nackenschmerzen.

Nach der aktuellsten Statistik gibt es mehr als 10 Ursachen, die die Rücken- und Nackenschmerzen auslösen können. Wir können sie in 3 Kategorien untergliedern:

1. Die krankhafte Veränderung der Knochen, Gelenke und Weichteile, insbesondere die krankhaften Veränderungen der Wirbelsäule und deren Gewebe in der Nähe: Dies umfasst u. a. die akute Verzerrung der Rückenmuskulatur, den Bandscheibenvorfall, die Funktionsstörung der kleinen Gelenke an der Lendenwirbelsäule, das Spondylitis ankylosans, das Spondylolisthesis, die lumbale Spinalkanalstenose, die Spinal Fraktur, die lumbale Osteoporose, die Bandverletzung, die interspinose Bandverletzung, die Abnutzung der Rückenmuskulatur, die Schmerzen von Fasciitis und die angeborene Wirbelsäulendeformierung.

2. Die von inneren erkrankten Organen verursachten Schmerzen und die von akuten/ chronischen Entzündungen der Wirbelsäule und von Tumoren verursachten Schmerzen. Als Beispiel sind die Nierenkrankheiten, die krankhafte Veränderung der Prostata und die damit verbundenen Angstzustände, die krankhafte Veränderung des Beckenbereichs, der Gebärmutter und des gynäkologischen Bereichs bei Frauen, die chronische Pankreatitis, die Diabetes bei Frauen, Gicht, die koronare Herzkrankheit, die retroperitonealen Läsionen, das kindliche Magen-Darm-Geschwür, die Entzündung an der Wirbelsäule und des naheliegenden Gewebes, die Tumorerkrankungen.

3. Psychische Erkrankungen, wie z.B. Hysterie und Depressionen ausgelöst durch Tumore. Der Kern des Behandlungserfolges ist die klare Abklärung der Krankheitsursache: Deswegen sollen wir bei Problemen mit Rücken- und Nackenschmerzen nicht zu sorglos umgehen. Aber wir sollen auch die Hoffnung auf Heilung nicht zu früh aufgeben. Das wichtigste ist, die richtige Ursache der Krankheit herauszufinden. Nur wenn die genaue Krankheitsursache abgeklärt ist, kann eine Behandlung beste Resultate erzielen.